DEUTSCHLAND

Etwa 80.000 Winzer bauen auf nahezu 102.340 Hektar (Stand 2008) Wein an und ernten dabei pro Jahrgang durchschnittlich ca. 10 Millionen Hektoliter. Der Durchschnittsertrag liegt bei sehr hohen 90-100 Hektoliter/Hektar. Etwa ein Fünftel der Ernte wird exportiert, besonders nach Großbritannien, in die Niederlande und die USA.

 

Das größte Anbaugebiet ist mit 26.444 Hektar Rheinhessen, gefolgt von der Pfalz mit 23.461 Hektar (Stand 2008). Beide gehören zu Rheinland-Pfalz, dem Bundesland mit den meisten Weinbaugebieten. Rheinland-Pfalz vereint zwei Drittel der deutschen Anbaufläche auf seinem Gebiet.

 

 

Ein Großteil der deutschen Rebflächen liegt nahe oder südlich des 50. Breitengrades. Dass Weinbau in einer entsprechenden Klimazone überhaupt machbar ist, erstaunt. Die Weinberge liegen daher meist an besonders geschützten Stellen in Flussnähe und sind hängig bis steil nach Süden oder Westen optimal zur Sonneneinstrahlung ausgerichtet. Die zur Sonne geneigten Böden speichern im Laufe des Tages Wärmeenergie, die sie auch noch weit nach Sonnenuntergang abgeben, so dass frühzeitiger Nachtfrost vermieden wird. Die steilen Talhänge sorgen zudem für einen schnellen Kaltluftabfluss. Die nördliche Lage deutscher Weinbaugebiete führt weiterhin zu erheblichen Anstrengungen beim Züchten von frühreifenden und winterfrostharten Rebsorten.

 

 

Landau in der Pfalz und Neustadt an der Weinstraße wetteifern jährlich um den Titel der größten Weinbau treibenden Gemeinde Deutschlands. Seit 1949 wird in Neustadt an der Weinstraße jährlich die Deutsche Weinkönigin gewählt. Allgemein gültige Informationen zum Weinbau – über Deutschland hinaus – enthält der Artikel Weinbau. Das Deutsche Weinbaumuseum mit vielen weiterführenden Informationen befindet sich in Oppenheim.